Das Schulschiff gehört nach Vegesack!

Hier erscheinen Beiträge von Freunden der Schulschiff Deutschland.  Wir fordern alle Beteiligten und  Sympathisanten aus dem Schulschiff-Verein, aus Politik und Wirtschaft sowie aus der Bevölkerung auf, sich für den Erhalt des Schiffes in Vegesack einzusetzen. Am besten wäre es, wenn sich mein GRG-Mitschüler  Peter Lürssen der Sache annähme. Rettet er uns das Schiff, ernennt  ihn  Heiko Dornstedt bestimmt zum Ehrenbürger. Die Beiträge werden an die Presse, an die Politik und den Schulschiffverein weiter geleitet.

 

Sehr geehrter Mitglieder des Deutschen Schulschiffvereins,

wir Vegesacker können überhaupt nicht verstehen, dass die Verlegung unseres Schiffes geplant ist. Wir haben  von Schulschiff Deutschland den 80. und 90. Geburtstag gefeiert und wir möchten auch den 100. hier feiern. Die Tochter von Bundespräsident a.D. Joachim Gauck hat doch Recht: In Bremerhaven wäre das Schiff nur eine Attraktion unter vielen – hier in Vegesack ist es etwas Besonderes.

Als ich in unserem Gottesdienst zu dem Thema am 21.3. am Ende der  Predigt sagte: „Das Schiff  gehört nach Vegesack!“ gab es donnernden Applaus der Besucher.

Bremer wie Jürgen Besing haben sich in den vergangenen Jahren für das Schiff ehrenamtlich engagiert. Man kann sie doch nicht einfach vor die Tür setzen bzw. vom Deck jagen.

Viele  am Ort und in der Umgebung hoffen darauf, dass Sie sich für den Verbleib des Schiffes stark machen.

Ich habe vor Kurzem aufgerufen, mir Beiträge zum Schiff für meine Webseite zu schicken.  Die Beiträge können Sie unten einsehen.

Schönen Gruß

Ihr Volker Keller

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Idee: Verlegung des Schiffes an die Weserpromenade auf Höhe des Schleppers Regina.

Dafür bräuchte  man, weil die Weser Bundeswasserstraße ist,  Tag- und Nachtwachen. Ich wäre bereit, das Organisatorische mit zu übernehmen: 100 Leute für den Dienst finden (sie müssten eine Ausbildung bekommen)  und die Dienstpläne erstellen.

 


Hanna Struthoff/Schulschiffchor: Bei Verlegung stirbt unser Schulschiff-Lied,29.3.

20 Jahre besteht unser Schulschiff-Deutschland-Chor, seid dem hatten  wir jeden Montag-Abend unsere Chorproben. In der Messe vom Schulschiff. Deutschland. Unsere Benefiz- Konzerte fanden ebenfalls an Bord statt. Der Erlös zur Erhaltung des Schulschiffes ging an den Schulschiff- Verein. Im Jahr 2020 konnten wir auch wieder 2500.- Euro überweisen. Wir sind stolz, dass wir den Namen „ Schulschiff Deutschland- Chor tragen dürfen und haben bei unseren Auftritten, in verschiedenen Städten und Ländern , immerReklame für die Schulschiff Deutschland vermittelt.

Außerdem hat unser ehemaliger Sänger und Gründungsmitglied- Hannes Utzelmann  -ein Lied über die Schulschiff Deutschland  geschrieben mit der Vertonung von unseren langjährigen Chorleiter -Hans Eich. Nur ein kleiner Ausschnitt von dem Lied:

Wo die Lesum und die Weser, geben sich die Hand, liegt ein weißes Schiff Schulschiff Deutschland genannt, Über viele Jahre befuhrst du die See ,hast dich stehst bewährt in Luv  und Lee. Nun liegst du still und friedlich am Lesum-Kai…

Wenn das Schiff tatsächlich nach Bremerhaven verlegt werden sollte, stirb auch unser Lied. Wir plädieren für den Verbleib in Vegesack!!!!!!!

 

Dettmer Bolland: Liegeplatz an der Promenade, 28.3.

Für wen hat die „Schulschiff Deutschland“ größtes Potential? Eindeutig für Vegesack!

In der Bremer City gibt es dutzende Sehenswürdigkeiten und touristische Anziehungspunkte, und auch in Bremerhaven ist man bereits bestens ausgestattet; dort würde man den möglichen „Verlust“ des Schulschiffs kaum bemerken! – In Vegesack aber hätte dieser Verlust weitreichende Folgen: wir brauchen diesen für uns so einzigartigen Anziehungspunkt!

Wie kam es überhaupt dazu, dass unser Schulschiff Vegesack verlassen soll? – Zu Beginn ging es nicht um das Schulschiff, sondern um das geplante Hochhaus; gegen dieses Hochhaus regte sich Widerstand. Dann kam Claus Jäger ins Spiel: das Hochhaus würde sich negativ auf die Besucherzahlen des Schulschiffs auswirken. Es wurde ein Kompromiss gefunden (Gebäudedrehung und nur 9 Stockwerke), aber immer noch ein Hochhaus. Claus Jäger und seine FDP hatten ihr Ziel, neue Wählerstimmen zu gewinnen, nicht erreicht. – Erst jetzt kam die Androhung, das Schulschiff nach Bremerhaven zu geben! Fazit: das Schulschiff sollte nicht zum Spielball persönlicher oder politischer Interessen werden.

Abschließend hier meine Vorstellungen: Das Schiff gehort an die Weserpromenade und nicht fast versteckt an die Lesum, versteckt auch noch durch das Vereinsgebäude des Schulschiffsvereins! Wo auch immer der Liegeplatz an der Promenade sein sollte: Der finanzielle Erfolg wäre garantiert.

Zum Hochhaus: nicht kleiner, sondern ganz groß und mit beeindruckender Kulisse mit Bezug zum Meer, zur Schifffahrt, zu Walfang und Fischfang. EineBesucherplattform, angedacht auch mit Cafe/Imbissangebot o.ä., mit eigenem Aufzug. Ein Rundumblick zur Bremer City, nach Oldenburg oder der Weser folgend in Richtung Bremerhaven, aber auch auf VegesackUnd umzu, wäre phänomenal.

Annegret Zimmer: Mein Herz würde bluten, 28.3.

Hallo, ich bin durch und durch Bremen-Norderin. An die Verlegung des Schulschiffes nach Vegesack kann ich mich noch gut erinnern, die Freude war riesengroß. War es das Jahr 1996? Das Geburtsjahr meines zweiten Sohnes. Ob das Schiff in Bremen-Nord aus wirtschaftlichen Gründen nicht gehalten werden kann, wage ich nicht zu beurteilen. Mir würde aber mein norder Herz bluten! Tatsache ist, dass der Schulschiff-Verein auch vor der Ankündigung des Hochhauses schon Probleme mit geringen Besucherzahlen hatte. Jetzt beim Abriss des Haven Höövts wird deutlich, wie das Schulschiff schon immer durch die Gebäude, einschließlich des eigenen Vereinsgebäudes, verdeckt war. Demnach war die Ankündigung des Hochhauses eine willkommene Gelegenheit für den Schulschiff-Verein die Verlegung mit einer vorgeschobenen Begründung bekannt zu geben. Das ist durchsichtig und scheinheilig!

 

Iris Pelchen: Bremerhaven ist nicht Geburtsort des Schulschiffes, 26.3.
Viele Argumente, sowohl für den Verbleib des Schulschiffes in Vegesack als auch dagegen. Jede Position ist sicher für sich richtig, doch etwas geht in der Diskussion unter in dem Ganzen.
Es gab sicher einen Grund, warum man das Schiff genau dorthin legte.
Dort an den Beginn einer Seemeile und an dem anderen Ende die Regina.
Meine Interpretation „Eine Meilenweite Reise in die Geschichte“, von damals bis in die Neuzeit.
Fakt ist, dass Bremen nie eine Handelsstadt, Kaffeestadt etc. hätte werden können, wäre diese Meile nicht gewesen.
Um 1600 kamen Schiffe nur noch bis zur Lesummündung, stromaufwärts war die Weser versandet. So kaufte Bremen oder besser Haus Seefahrt die Fläche Vegesack und legte bis 1622 den ersten künstlichen Hafen an. Vegesack ist seit dem bremisch, im Gegensatz zu Aumund oder Grohn.
Ob es Handelsschiffe oder Walfänger waren, die hier zum Wohle Bremens anlegten oder aufbrachen. Der wirtschaftliche Knotenpunkt war an diesem rechts seitigen Weserufer, damalig hier in Vegesack. Somit ließe sich der Liegeplatz des Schulschiffes begründen.
Zu der Argumentation, die Deutschland solle ihren 100 Geburtstag an ihrem Geburtsort Bremerhaven verbringen. Mag von allem gesagten, hier angeführt werden, Bremerhaven gibt es erst seit 1947. Bis dahin lag die Tecklenburger Werft im Ort Geestemünde, der zum Landkreis Wesermünde, der ehemaligen Drostei Stotel gehörte und somit preußisch war. Also sich auf eine bremische/bremerhavene Abstammung des Schiffes zu berufen, halte ich für fraglich.
Ein Gedanke, der vielleicht die Lösung ist. Bremerhaven bekommt das Segelschulschiff mit Verein und allen Kosten.
Bremen-Vegesack, den vom Bund zugesagten Nachbau der Seute Deern, damit wäre der Sinn der Meile erhalten und die antiken Schiffe lägen alle im Bremerhavener Museumshaven.

 

 


Ralf Meyer, Magistrat Bremerhaven: Zurück zur Geburtsstätte, 24.3.

Ein Landesdenkmal gehört an seine Geburtsstätte und sollte dort dann auch im Jahre 2027 seinen 100. Geburtstag feiern! Die Schulschiff Deutschland gehört damit in die Seestadt Bremerhaven, wie der Roland oder die Stadtmusikanten zu Bremen gehören. 5,2 Mio. Tagesgäste, über 2. Mio. Gäste in den Havenwelten, rd. 450.000 Übernachtungsgäste, 800.000 Besuchende einer Lütten Sail und 1,2 Mio. Gäste der Sail Bremerhaven freuen sich darauf, die Schulschiff Deutschland an ihrem Geburtsort als Denkmal des Landes Bremen im Herzen des touristischen Areals der Havenwelten Bremerhaven begrüßen zu dürfen. Dieser Geburtsort liegt nicht an der Lesummündung sondern an der Wesermündung. „Kaptein, si ohne Sorg’, din Schip is baut bi Tecklenborg“.

 

Horst Rieken: Zu Gisela Schwellach vom 18.3. sowie:  Zusage Bremens „klipp und klar“

Als langjähriges Mietglied des Schulschiff Deutschland Vereines möchte ich zu folgendem Beitrag Stellung beziehen  :

Die Mitgliedschaft wurde aber abgelehnt mit der fadenscheinigen Begründung, das würde das Meinungsbild der Mitglieder verfälschen.

Ich finde die vom Vorstand getroffene Entscheidung richtig.

Der Verein freut sich über jede Spende (ob klein oder groß). Warum erst jetzt Mitglied werden?

Die finanziellen Sorgen sind schon seit 2018 bekannt. Ein Ünterstützung als Mitglied hätte somit schon länger erfogen können.

Ich habe das Gefühl hier geht es um Einflußnahme und nicht um Unterstützung.

Warum sagt Bremen nicht klipp und klar eine volle finanzielle Unterstützung zu.

Die ganze Debatte währe damit erledigt. Allen Freunden der „Schulschiff Deutschland“ würde das Herz erstrahlen

 

Klaus Falldorf: Nirgendwo  Werbung, 24.3.

Das Schulschiff Deutschland wird in ganz Bremen nirgendwo entsprechend beworben.

Nirgendwo liegen Flyer aus, die auf die Atraktivität des Schiffes hinweisen. Hierzu

zählen die Touristinformationen im Hauptbahnhof und in der Böttcherstraße.

In Bremen Nord gibt es keine Touristinformation. In keinem Hotel liegen Flyer aus.

Wer soll dabei Kenntnis bekommen, wenn man die Möglichkeiten nicht nutzt.

Außerdem gab es in der Vergangenheit immer wieder Gründe, warum Veranstaltungen

auf dem Schiff nicht stattfinden können. Dieses wurde öfter damit begründet, dass

Caterer der Weg auf das Schiff und dann in die Messe wegen der Treppen zu aufwendig sind.

 

Jürgen Besing: Aufruf des Wachgängers auf Schulschiff Deutschland:Mitglieder stimmt mit „ja“, 22.3.

Ich möchte alle Mitglieder im DSV-Verein bitten, für das Verbleiben unseres Schulschiff Deutschland in Bremen-Nord mit „Ja“ zu stimmen.

Es heißt: Hamburg ist das Tor der Welt! Bremen hat aber den Schlüssel dafür!

Wir Bremen-Norder haben die Schulschiff Deutschland von 1927 seit 1996 hier bei uns als Botschafterin von Bremen-Nord. Durch meine Tätigkeit als Wachgänger habe ich schon Gäste aus der ganzen Welt hier an Bord empfangen können. Durfte schon viele Hochzeitstrauungen an Bord in der Kapitän-Suite begleiten. Bis zu 11 Trauungen an einem Tag sind da schon mal zusammengekommen. Die Standesbeamten fühlen sich bei uns an Bord sehr wohl und würden dies auch gerne weiterhin machen wollen.

Übernachtungsgäste träumen wahrscheinlich immer noch von lauen Sommernächten mit den schönsten Sonnenuntergängen. Auch bei Vollmond ist das ein Erlebnis hier an Bord.

Dieses sind bleibende Erinnerungen an die schöne Zeit in Vegesack auf der Botschafterin von Bremen-Nord dem Schulschiff Deutschland.

Das wir immer wieder Gäste aus Tradition 1 x im Jahr an Bord begrüßen können, erfreut uns sehr.

Das sind nur ein paar kleine Ausschnitte aus meiner Zeit an Bord. Um dieses Alles zu erhalten, brauchen wir Ihre Hilfe!!

Ich würde gerne den Bremer Bürgermeister Herrn Dr. Bovenschulte an Bord auf einen Kaffee einladen und ihn überzeugen, dass die Schulschiff Deutschland als beste Botschafterin für Bremen-Nord geeignet ist, den Bremer Schlüssel zur Welt mit zu unterstützen.

In diesem Sinne bitte ich um Zustimmung der DSV-Mitglieder bei der Abstimmung. Um ein „Ja“ für Vegesack.

 

Karin Seemann-Ruschin: Erhalt unserer Kulturdenkmäler statt eines Bremer Weinbergs in Rheinland-Pfalz, 23.3.

Ich gehöre zu den Bremer Bürgern, die sich für den Verbleib des Schulschiffs in Vegesack aussprechen – und das nicht nur aus sentimentalen Gründen. Der Bremer Norden braucht touristisch interessante Kulturdenkmäler mehr denn je, insbesondere der Stadtteil Vegesack mit seinem derzeit noch „schlummernden“ Potenzial! Vegesack befindet sich gerade stark im Umbruch und richtet sich neu aus! – Lassen wir das kleine Pflänzchen doch gedeihen und „umsorgen“ es – auch in finanzieller Hinsicht!

Es beginnt gerade die Neugestaltung Vegesacks,  u.a. durch die Baumaßnahme „Havenhöövt“ des Investors Max Zeitz (übrigens empfinde ich das Hochhaus nicht so schlimm – man könnte auf dem Dach eine optisch schöne Aussichtsplattform schaffen – und Eintrittsgeld verlangen. So kann man einerseits das Schulschiff aus der Vogelperspektive („Krähennest“) sichten und hat andererseits einen wunderbaren Ausblick auf den Flusslauf der Weser und Lesum sowie der „Maritimen Meile“!). Richtet man dann noch in Anlehnung an das „Bremer Loch“ mit dem Stadtmusikanten-Gebrüll (z.B. neben dem Geschichtenhaus, dem Schulschiff oder der Wal-Flosse) das „Vegesacker Loch“ ein, mit Meeresrauschen, Möwengeschrei und Schiffsglockenschlag oder Shanty-Lied, kommt auch noch etwas „Zubrot“ in die klamme Bremer Kasse für das Schulschiff.

Mit dieser Mail möchte ich Ihnen eine weitere Idee für eine finanzielle Absicherung des Schulschiff Deutschland am Standort Vegesack zukommen lassen. Es handelt sich hierbei um den Prestige-Fall „Bremer Weinberg“. Der Ratskeller ist sehr gut mit einer Vielzahl von exzellenten Weinen ausgestattet. Vielleicht sollte man in dieser schweren Zeiten Prioritäten setzen und auf den „Senatswein“ für Liebhaber verzichten. – Alles hat seine Zeit, und meines Erachtens ist der gepachtete Bremer Weinberg in Rheinland-Pfalz doch eher Luxus.  Es  wäre wirklich sinnvoller, hier vor Ort etwas für den Erhalt unserer Kulturdenkmäler zu tun.

Im Bremer Norden gibt es viele mit Herzblut aktive Bürger, die sich ehrenamtlich stark engagieren, damit sowohl Vegesack als auch der Bremer Norden bald „wieder auf die Beine“ kommt, die sich um das kulturelle Erbe, um den Erhalt des maritimen Charmes von Vegesack „kümmern“. Sie handeln dabei auch im Sinne der nachfolgenden Generationen!

Besinnen wir uns voll und ganz auf die Probleme in unserer Stadt. Setzen wir neben Wissenschaft auf den Ausbau alternativer Energien sowie dem Handwerk und voll auf Kultur und sanften Tourismus!

Ein „Bremer Weinberg“ in Rheinland-Pfalz ist verzichtbar – das „Schulschiff Deutschland“ am Standort Vegesack nicht!

 

Helene Trittin (Mutter von Ex-Bundesumweltminister Jürgen Trittin): Gottesdienst hat mich überzeugt, 22.3.

Der Gottesdienst in der Vegesacker Stadtkirche zum Thema „drohende Verlegung des Schulschiffes“ hat mich noch mehr überzeugt: Unser Schulschiff muss  in Vegesack bleiben!

 

Wilfried Sauer: Unentschlossenheit führt zu einem irreparablen Schaden, 21.3.

Die endlose Diskussion um den zukünftigen Liegeplatz des „Schulschiff Deutschland“ veranlasst mich zu diesem Schreiben. Hier meine Kurzbiographie:

Ich heiße Wilfried Sauer, werde in diesem Jahr 90 Jahre alt und bin seit über 60 Jahren Neuenkirchener Bürger und war hier auch fast 40 Jahre als Lehrer tätig. Bremen-Nord war häufig mein Heimatkundethema, wodurch meine Verwurzelung in unsere Gegend intensiviert wurde.

Aus der Historie erwähne ich nur Vegesack als erster künstlicher Hafen Deutschlands, Walfang, Heringsfischerei, Werften, U-Boot Bunker Valentin, Tanklager usw. Alles waren wichtige Entwicklungen der letzten Jahrhunderte, die touristisch bisher nicht sonderlich hervorgehoben wurden. Und jetzt die Unentschlossenheit um den Liegeplatz der „Deutschland“!

Bremerhaven ist maritim in den letzten Jahrzehnten erheblich aufgewertet worden und bedarf in dieser Hinsicht keiner weiteren Attraktion.

Bremen-Nord ist meiner Meinung nach erheblich vernachlässigt worden. Hoher finanzieller Aufwand Bremens hat sich als Fehlinvestition erwiesen. Ich erinnere an Bebauung der Grohner Düne, die Markthalle auf dem Sedanplatz, der Tunnel zum Bürgerhaus, die gläserne Werft mit Aussichtsturm, das Havenhööft, das „blaue Band“ usw.

Eine Verlegung des Liegeplatzes aus der Lesum nach Bremerhaven wäre m.E. ein irreparabler Verlust für Bremen-Nord. Bei verstärkter Werbung für das Schiff und dessen Nutzung für Veranstaltungen müsste eine Reduzierung der anfallenden Kosten und ein Verbleib der „Deutschland“ in Vegesack möglich sein.

 

Gesine und Gustav Lange (Tochter und Enkel von Bundespräsident a.D. Gauck): Etwas Besonderes – nur in Vegesack, 20.3.

In Bremerhaven wird das Schulschiff eines unter vielen sein. In Vegesack ist es etwas Besonderes, etwas Großes zum Träumen von Meer und Weite!

 

S. Luhrmann: Niemand kann das wollen,  19.3.

Soll das Schulschiff nach Bremerhaven? Niemand dem Vegesack als attraktiven Touristenort am Herzen liegt, kann das wollen. Das Schulschiff verdient eine Chance. Angesichts der Pandemie braucht es ein Paar Jahre die Unterstützung der Politik. In dieser Zeit könnte ein tragfähiges Konzept für das Verbleiben des Schiffes in Vegesack erarbeitet werden. Sollte das Konzept nicht greifen, wäre immer noch eine Verlegung nach Bremerhaven möglich.

 

Offener Brief  eines Unterstützerkreises um Heiko Dornstedt und Peter Nowak an den Vorstand des Deutschen Schulschiff-Verein e.V., 18.3.

Sehr geehrte Herren,

Sie haben den Mitgliedern des Vereins am 12. März 2021 eine Zusammenfassung der letzten Gespräche mit den Vertretern des Senats der Freien Hansestadt Bremen zugesendet und fordern von den Mitgliedern des Vereins eine Entscheidung über den künftigen Standort der „Schulschiff Deutschland“.

Mit Ihrer Vorgehensweise missachten Sie eklatant die vielfachen Wünsche von Mitgliedern, innerhalb der Mitgliedschaft einen transparenten Diskussionsprozess zu organisieren, der den Mitgliedern die Möglichkeit gibt, eine Entscheidung nach Abwägung allen Für und Wider zu treffen. Zumal es viele Mitglieder gibt, die in Ihren Stellungnahmen zum Logbuch 2020 wichtige Verbesserungsvorschläge gemacht haben, um die Zukunft des Schiffes im Bremer Norden zu sichern.

Was uns als engagierte Bürgerinnen und Bürger des Bremer Nordens besonders missfällt, ist die Tatsache, dass Sie kein gutes Haar am Bremer Norden, an Vegesack und an der Bremer Politik lassen, die seit Jahren mit viel finanzieller Unterstützung auch für die „Schulschiff Deutschland“ einen guten wirtschaftlichen Rahmen geschaffen haben.

Wir vermissen seit Jahren Ihr Engagement in den vielen Arbeitsgemeinschaften, die sich mit der Entwicklung des Stadtteils beschäftigen. Gleichzeitig verweigern Sie sich einer Diskussion um die Ideenfindung, um das von Ihnen behauptete strukturelle Defizit zu beseitigen.

Gegenüber Ihren Mitgliedern stellen Sie den Umzug nach Bremerhaven als Allheilmittel für die Zukunft des Schiffes dar, ohne dies durch seriöse Planungsdaten zu belegen.

Die Menschen in Vegesack und der Region, die Vereinsmitglieder und besonders die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben es verdient, dass eine solche Grundsatzentscheidung voll inhaltlich begründet und erst nach einer intensiven Diskussion getroffen wird. Diese Diskussion muss dann dazu dienen, eine Zukunft für dieses bedeutungsvolle Kulturdenkmal nach bestem Wissen und Gewissen zu treffen und darf nicht den Verdacht einer einseitigen Abrechnung mit den politischen und gesellschaftlichen Akteuren in Vegesack, dem Bremer Norden, in Senat und Bürgerschaft ausgesetzt werden.

Wir fordern Sie daher auf, den jetzt eingeleiteten Prozess zu stoppen, die Gespräche mit dem Senat zu Ende zu führen und die Ergebnisse, Ihre sachliche Kosten-Nutzen-Kalkulation und alle anderen Themen rund um das Schiff ausschließlich in einer Mitgliederversammlung entscheiden zu lassen, wie es die Satzung des Vereins vorschreibt.

 

Gisela Schwellach: Vorstand hört andere Meinung nicht an und verhindert neue Mitglieder, 18.3.

Ich habe, nachdem die Diskussion anfing, versucht Mitglied im Schulschiff Verein zu werden und wollte mich nicht nur finanziell, sondern auch gerne aktiv einbringen – die Mitgliedschaft wurde aber abgelehnt mit der fadenscheinigen Begründung, das würde das Meinungsbild der Mitglieder verfälschen. So ging es nicht nur mir, sondern ich weiß es von mindestens 5 Leuten.

Mit welcher Berechtigung dürfen Mitgliederanträge überhaupt abgelehnt werden? Und warum verzichtet man freiwillig auf Einnahmen, die ja dringend gebraucht werden?

Und wenn man schon nur die bisherigen Mitglieder in die Entscheidung einbeziehen will – und neue Aktivitäten damit verhindert / verhindern will? – dann muss doch wenigsten die Entscheidung in einer offenen und transparenten Diskussion auf einer Mitgliederversammlung erfolgen und nicht einfach durch Urabstimmung per Brief. Denn bei dieser Prozedur kann nur der Vorstand seine Meinung darlegen, Andere werden nicht gehört. Ich habe ein anderes Verständnis von Vereinsarbeit.

Warum nutzt der Vorstand nicht die Diskussion, um neue Mitglieder, neue Ideen und neue Aktive für den Verein zu gewinnen, sondern ruht sich auf den Defiziten aus? So würde das auch nichts in Bremerhaven.

 

Ursula Klingmüller-Ahting:  Die Gegend ist touristisch tot, 18.3.

Die Segelschiff-Nostalgiker und Möchte-gern-Maritime, die da laut: „das Schulschiff muss in Vegesack bleiben!“ proklamieren, sind realitätsfremd und haben nicht das Wohl des Schiffes im Auge. Und warum wird in dem Artikel das Parteibuch der FDP erwähnt? Jeder mit gesundem Menschenverstand weiß doch, daß die Gegend um den Vegesacker Hafen als touristische Attraktion quasi tot ist, und das nicht erst, seitdem die Strandlust dicht gemacht hat. Und es wird Jahre dauern, bis die Region (mit und ohne „Hochhaus“) wieder vorzeigbar sein wird. Bis dahin kann das Schulschiff Deutschland doch nicht an seinem alten Liegeplatz Geld- und sinnlos vor sich hin dümpeln. Wo sollen denn die vielen Touristen parken, bevor sie über Baustellen-Gelände zum Schiff vordringen? Mit dem Vegesacker Hafengeburtstag hat das Schulschiff überhaupt nichts zu tun. Es wurde in Bremerhaven gebaut und dort gehört schleunigst wieder hin, zur eigenen Rettung!

 

Matthias Meyer, Kapitän (Mail aus England): Vegesack wird abgehängt, 17.3.

Seit 1976 bin ich der Seefahrt verbunden. Angefangen habe ich als Moses, bis ich schließlich nach 3 Schulzeitblöcken auf dem Vollschiff ‚Schulschiff Deutschland‘ glücklich mein erstes ‚Ticket‘ in den Händen halten durfte. Ein Seemann nennt seine Befähigungszeugnisse und alle anderen Abschlüsse stets nur ‚Tickets‘. Mein erstes ‚Ticket‘ war der Matrosenbrief.

Das Schulschiff lag damals in Woltmershausen, hinter der Eisenbahnbrücke und dem kleinen, angrenzenden Industriegelände versteckt. Wir als Auszubildende gingen Wache, leider auch Nachtwache, nahmen am Unterricht an Bord (Knoten, Spleissen und andere Praxisanteile) und in der am Ufer befindlichen Schule (Theorie) teil. Leider findet die Ausbildung im Bereich Seefahrt / Schiffbau heute nur noch an den beiden Fachhochschulen des Landes in Bremen und Bremerhaven an drei Standorten statt. Die Ausbildung zum/zur  Schiffsmechniker/in wird schon lange nicht mehr angeboten.

Warum schreibe ich das? Ich bin auch nach 45 Jahren dem Schulschiff sehr verbunden. Als Vegesacker gehe ich gerne an Lesum und Weser  spazieren. Das Schulschiff ist für mich kein Denkmal, sondern ein Erinnerungsort. Es sind sehr persönliche Erinnerungen und Erlebnisse, die mich mit dem Schiff verbinden.

Natürlich muss ein solches Wahrzeichen finanziert werden. Es übersteigt die finanziellen Fähigkeiten eines Vereins, das zu leisten. Dass nun innerhalb eines  Bundeslandes, das nicht gerade überbordend mit Steuermitteln gesegnet ist, eine Konkurrenzsituation entsteht, welche Stadt als Teil des Landes in Zukunft den Unterhalt des Schulschiffes bezahlt, verwundert doch. Zumindest mich als Steuerzahler.

Bremerhaven hat es geschafft (hauptsächlich der visionäre ehemalige Bürgermeister Schulz)  die Havenwelten zu schaffen. Dieser teils aus Steuermitteln geschaffene  touristische Magnet hat und wird wieder Touristen anziehen! Viele Attraktionen rund um den innerstädtischen Bereich sind zu bestaunen. Das Schulschiff wäre ein weiteres Juwel in der Stadt Bremerhaven.

Vegesack mit einer etwa vergleichbaren Einwohnerzahl wie Bremerhaven bekommt – nichts. Es wird wieder weniger. Diesmal ist es ein echtes Pfund! Bremen-Norder sind das gewohnt.

Machen wir uns nichts vor. Das Angebot aus Bremerhaven ist gut. Der Verein muss an die Zukunft des Schiffes denken. Das ist seine Aufgabe. Der Senat positioniert sich zwischen den Zeilen auch klar. Durch das Eintreten in eine neue ‚Zeitschleife‘ („Man muss mal sehen und analysieren …“) ist die Entscheidung natürlich getroffen. Entscheidungen können auch dadurch getroffen werden, dass man zwar rhetorisch aktiv bleibt, aber substantiell nichts tun will. Bremerhaven wird also das Rennen machen. Die bereits weitgehend aus Landesmitteln finanzierte Umsiedlung des Schulschiffes von Woltmershausen nach Bremen-Nord wird jetzt wieder Steuermittel kosten und am Ende dauerhaft ein zusätzlicher Subventionsposten in Bremerhaven werden. Abzuwarten ist, ob das den im Land Bremen Steuerzahlenden unterm Strich am Ende wieder teurer kommt.  Geld ist ja nie weg. Es ist immer nur woanders.

In der Summe wird Vegesack wieder etwas mehr abgehängt.

 

Anne Köhler (vege.net): Stillstand des Vereins, 17.3.

Die Schulschiff Deutschland gehört nach Vegesack. Auf jeden Fall gehört ein neues Marketing dazu- wofür viele Protagonisten sind und es auch schon viele Ideen gibt. Dazu bedarf es aber auch einen Vorstand der gewillt ist, sich Neuerungen zu öffnen. Das neu entstehende Quartier kann hier auch eine tolle Chance sein. Warum Herr Jäger versucht nach all den Jahren unter fragwürdigen Umständen das Schiff verholen zu lassen, ist für mich unklar. Die Defizite sind seit Jahren entstanden- nicht allein dem Standort geschuldet, sondern vor allem dem Stillstand des Vereins. Vegesack wandelt sich, es sind unglaublich viele tolle Projekte in der Pipeline und die Schulschiff Deutschland kann davon profitieren. Bevor über eine Verlegung abgestimmt wird, sollte sich lieber der Vorstand zur Wahl stellen.

 

Heiko Dornstedt:  Der Hafen wird  2022 gefeiert – mit dem Schiff! 15.3.

Das Schulschiff Deutschland gehört seit 25 Jahren nach Vegesack, und da muss es auch bleiben! Wo denn sonst?

Es ist integraler Bestandteil der Maritimen Meile mit dem ältesten künstlichen Hafen Deutschlands, dessen 400jährigen Geburtstag wir im Jahr 2022 begehen.

Die Tatsache, dass Bremerhaven mehr Tagesgäste als Vegesack hat, bedeutet nicht automatisch, dass alle Spaziergänger auch zahlende Gäste des Schulschiffs sein werden.

Hierzu bedarf es attraktiver Angebote auf dem Schiff, die es in Vegesack leider bislang nicht gibt. Hier muss der Schulschiffverein nachbessern – und das auch bei einer Verlegung nach Bremerhaven.

Es muss interessant sein, an Bord zu gehen. Und jeder, der nicht an Bord war, muss das Gefühl haben, etwas verpasst zu haben.

Ich bin davon überzeugt, dass mit Aktivitäten auf dem Schiff auch in Vegesack die Besucherzahlen so ansteigen, dass die Einnahmen auskömmlich sind.

Und ein Faktor ist in der Betrachtung bislang viel zu kurz gekommen: Die Frage, wie mit den vielen Ehrenamtlichen umgegangen wird, ohne die das Schulschiff sich nicht in diesem tollen Zustand präsentieren würde.

Ich glaube nicht, dass alle die, die jetzt in Vegesack unermüdlich an Bord aktiv sind, künftig aus Liebe zum Schulschiff teilweise täglich nach Bremerhaven fahren würden. Deren Engagement würde herabgewürdigt.

 

Peter Kaps (Mail aus der Schweiz): Zum Festival maritim zurück nach Vegesack, 16.3.

Ist ja mal in Bremerhaven gebaut worden, glaube ich. Also könnte es auch dorthin zurück in den Museumshafen. Aber zum Festival Maritim muss es jedes Jahr für eine Woche zurück nach Vegesack. Meine Meinung. Man muss auch mal in den Dimensionen eines Bundeslandes denken, nicht nur klein-klein.

 

Ulla Hollmann: Lasst das Schiff in Vegesack!, 16.3.

 

Iris Spiegelhalter-Jürgens: Bremer Politiker wollen den Erhalt unterstützen, 14.3

Ein Vierteljahrhundert liegt das Schulschiff in Vegesack und ist als ein Highlight der maritimen Meile von hier nicht mehr wegzudenken!
Ich appelliere an den Vorstand und die Mitglieder „Lasst das Schiff in Vegesack!“ und stimmt einer Potentialanalyse zu, um zu sehen wie kann das Schiff in Vegesack vermarktet und wie können mehr Einnahmen generiert werden. In Bremerhaven mögen vielleicht mehr Tagestouristen das Boot besichtigen, aber die Eintrittsgelder alleine reichen nicht, um die Betriebskosten für das Schiff zu erwirtschaften. Sicherlich wird auch viel ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder, die aus Vegesack und Bremen kommen, entfallen, weil sie den weiten Weg nach Bremerhaven nicht auf sich nehmen wollen. Diese Arbeiten wie Ticketverkauf, handwerkliche Instandsetzungen müssen dann teuer bezahlt werden und es entstehen dem Verein zusätzliche Kosten.
Etliche Mitglieder werden dem Verein bei einer Verlegung sicherlich den Rücken kehren, dann fehlen Mitgliedsbeiträge und Engagement mit Herzblut!

Der Liegeplatz in Bremerhaven muss erst geschaffen werden. Die Finanzierung will die Stadt Bremerhaven übernehmen, das sind unnötige Geldausgaben, denn in Vegesack ist ja alles vorhanden wie Wasser-/Stromanschluss und Zugang zum Schiff sowie Sanitäranlagen und Vereinsbüro.
Überhaupt frage ich mich, geht es Bremerhaven so gut, dass die Stadt neben der Überführung des Schiffes sowie Finanzierung des Liegeplatzes sogar noch die Defizite des Schulschiffvereins in Höhe von 220 000 Euro aus den letzten drei Jahren als Kommune schultern kann oder ist es letztendlich doch das Land Bremen, das dafür gerade stehen muss?  Dann ist es unlauter das Schiff von Bremen-Vegesack abzuwerben.

Die Bremer Bürgermeister Herrn Dr. Bovenschulte und Frau Dr.Schäfer sowie die Senatorin Frau Vogt und die verschiedenen Senatstsessorts Bildung, Bau, Arbeit , Wirtschaft und Kultur haben ihre Bereitschaft erklärt ihren Beitrag zum Erhalt des Schulschiffes in Vegesack zu leisten. Sie möchten ausserdem gemeinsam mit dem Verein die strukturellen Probleme (Einnahmen/Kosten, Umfeld/Standortanbindung, Vereinsstruktur) angehen und Verbesserungen schaffen.

Eine Verlegung alleine wird die Probleme der Einnahmesituation des Vereins nicht wirklich verbessern, da bedarf es offensichtlich eines neuen Konzeptes und einer Analyse, welches Potential das Schulschiff im Zusammenspiel mit verschiedenen Akteuren/Einrichtungen in Vegesack entfalten kann.

 

Friedrich Schulz zur Wiesch: Wahrzeichen, 14.3.

Was der Eiffelturm für Paris ist, ist das Schulschiff für Vegesack. Wahrzeichen von so hohem Rang entfernt man nicht!

 

Gertrud Aldrup: Verlegung an die Promenade, 14.3.

Das Schulschiff gehört auf jeden Fall nach Vegesack, daran gibt es gar keinen Zweifel.

Man könnte es vielleicht etwas weiter an die Promenade verlegen, etwa kurz hinter der Schiffsanlegestelle. Da wird es sicher noch besser wahrgenommen.

 

Petra Keller: Bremerhaven wäre nicht besser – siehe Seute Deern, 13.3.

Mit Sorge beobachte ich als Vegesackerin seit Monaten die Diskussion um den Liegeplatz der Deutschland. Für mein Verständnis gibt es keinen schöneren Platz für unseren weißen Schwan als in der Lesummündung. Wenn man von der „Regina“ aus die Promenade entlang geht, hat man ständig das Schulschiff im Blick. Von der Weser her ist es ein Willkommensgruß an alle Schiffe, die vorbei fahren, ebenso wie für die Menschen auf der Fähre aus dem niedersächsischen Umland.

Ich verstehe, dass die Einnahmesituation schwierig ist, bezweifle aber, dass Bremerhaven bessere Bedingungen bietet als Vegesack. Bremerhaven hat mit Leerständen in der City zu kämpfen, im wunderschönen Mediteraneum schließt ein Geschäft nach dem anderen.

Das Schifffahrtsmuseum benötigt dringend Gelder für Sanierung und Modernisierung. Allein die Kosten für die Überführung (60.000 €) und die Herrichtung der notwendigen Infrastuktur für das  Schulschiff (147.000 €) sollte man m.E. sinnvollerweise für bestehende Museen verwenden.

Wie Bremerhaven mit seinen historischen Schiffen umgeht, sieht man am traurigen Ende der „Seuten Deern“. Auch hier fehlten Einnahmen für die Unterhaltung. Es erscheint mir mehr als unwahrscheinlich, dass für das Schulschiff hier regelmäßig jährliche Einnahmen in Höhe von mind. 150.000 € erzielt werden können.

Ich halte die Situation in Bremerhaven nicht für besser als die in Vegesack und bin entschieden gegen eine Verlegung nach Bremerhaven!

Ob das geplante Hochhaus 9 oder 5 Stockwerke hat, dürfte kaum Einfluss auf die Besucherströme haben. Die derzeitige Situation mit dem ungeliebten Havenhöft ist natürlich unhaltbar, aber ich finde die geplante neue Bebauung schon stimmig. Sie gibt dem historischen Hafen und seinem Umfeld ein schönes Ambiete. Und an der maritimen Meile wird aktuell ja weiter geplant und verschönert, z.B. mit dem neuen „Papageienhaus“, Schilder weisen den Weg zu den Sehenswürdigkeiten, zu denen unbedingt das Schulschiff weiterhin gehören muss !!

 

Wolfgang Pohl: Verlegt das Schiff an die Signalstation, 13.3.

Grundsätzlich wäre es eine Schwächung, wenn Vegesack das Schiff verlieren würde. Allerdings sehe ich den Hinweis auf die zukünftig fehlende Sichtachse eher  als vorgeschoben an. Auf Grund der zwar nicht so hohen, aber fast unmittelbar am Ufer liegenden Deichgrafen oder dem vorhandenen Einkaufszentrum  ist auch jetzt keine freie Sicht auf das Schiff gegeben. Wer das Schulschiff besuchen will, kommt auch jetzt schon gezielt und nicht, weil sie/er es zufällig in voller Größe und Schönheitgesehen hat. Ich verstehe die Abwanderungsgedanken des Vereins wegen der fehlenden Besucherzahlen und damit verbundener Einnahmen, mit einem vernünftigen Konzept der Maritimen Meile, d.h., sie sollte nicht weiter nur aus 80% Stadtgarten bestehen  würden sich mit Sicherheit auch die Besucherzahlen zur Zufriedenheit des Vereins erhöhen.

Und nocheinmal zum Thema Sichtachse: Verlegt doch das Schulschiff  in die Maritime Meile, z.B. in den Bereich der Signalstation. Dort ist das Schiff richtig zu sehen und lockt zudem Besucher in die hoffentlich etwas atraktiver gestaltete Meile.

 

Dietmar Waitkus und Margret Sieber: Werder Bremen steigt nicht ab! Vegesack schon!!!, 12.3.

Das Segelschulschiff soll nach Bremerhaven, das heißt Vegesack verschenkt seine Kronjuwelen!!!

Die „Maritime Meile“ verliert ihre ohnehin schon reduzierte Attraktivität!

Die schönen neuen Schilder können dann ja gleich mit nach Bremerhaven, –

nebst Signalstation, „Regina“, „Blauem Band“ u.v.a.m..

Den Segelschulschiffs-Gottesdienst machen wir dann in Bremerhaven!

Der Standort für maritime Kultur wäre unwiederbringlich verloren, -und das für 30 Silberlinge!!!

Anregung:

„City Marketing“ organisiert  zur Meinungsbildung eine repräsentative Umfrage,

deren Ergebnis in die Beratungen einfließen muß.

 

Norbert Schmacke, Verlust des Blickfangs, 12.3.

Vegesack verliert einen einmaligen Blickfang, wenn das Schulschiff verlegt wird. Phantasie ist jetzt gefragt, das Angebot um das Schiff herum zu vergrößern: kulinarisch, musikalisch, wie auch immer.

 

Ulf Buschmann:  Die Zeit ist abgelaufen. Das Schulschiff gehört nach Bremerhaven,12.3.

Wer kennt „Harry und Sally“? In diesem Film stehen eine Frau und ein Mann im Mittelpunkt. Sie lernen sich kennen und schätzen, wollen gute Freunde sein, verlieren sich irgendwann für mehrere Jahre aus den Augen, kommen dann doch zusammen und haben Sex miteinander. Aber dann zweifelt Harry irgendwie doch. Genau so verhält es sich auch mit Bremen und seinem maritimen Erbe: Eigentlich kann die Stadt nicht ohne, kümmert sich aber auch nicht wirklich darum. Und was ist die Konsequenz? Das „Schulschiff Deutschland“ macht sozusagen Anstalten, um nach Bremerhaven abzuwandern. An dieser Stelle kommt wieder „Harry und Sally“ ins Programm: Bremerhaven macht, quasi als männliche Konkurrenz, Sally schöne Augen. Und das ist gut so!
Was folgt daraus? Der Deutsche Schulschiff-Verein (DSV) sollte Bremerhaven als Sally folgen. Denn an seinem derzeitigen Liegeplatz ist das Schiff, das auch gerne mal als „weißer Schwan der Unterweser“ bezeichnet wird, inzwischen völlig fehl am Platze. Damals, Ende der 1990er-Jahre, machte es Sinn, mit dem Schiff einen Magneten nach Vegesack zu holen. Schließlich standen am Standort Vegesack mit seiner aufblühenden maritimen Meile alle Zeichen auf schönes Wetter. Und die Vermarktung als eigene touristische Destination nahm durchaus Fahrt auf. Vor allem an den Wochenende kamen Reisegruppen nach Vegesack – und fanden es hier richtig schön.
Doch inzwischen inzwischen hat sich der Wind gedreht: Vegesack ist keine eigene Destination mehr, ist längst aus dem Landestourismuskonzept verschwunden. Dafür hat sich Bremerhaven als die Stadt an der Küste empfohlen, die ihr maritimes Erbe recht gut vermarktet. Bremen jedoch hat diesbezüglich völlig versagt. Der Horizont der Verantwortlichen recht reicht vom Schnoor bis maximal zur Überseestadt. Hinter dem Straßenbahndepot in Gröpelingen fällt der gemeine Mensch von der Erdplatte. Dass es in St. Magnus, Vegesack und Blumenthal auch coole Ecken gibt, wird geflissentlich übersehen.
Also sollte so ein Juwel wie das „Schulschiff Deutschland“ dorthin verholt werden, wo die maritime Kompetenz versammelt ist: nach beziehungsweise in Bremerhaven. Allerdings: Ganz so einfach ist es nicht. Denn aufgrund seines Status als schwimmendes Landesdenkmal hat das Landesamt für Denkmalpflege auch noch ein Wort mitzureden. Erst wenn diese Behörde den Daumen hebt, können die Schlepper kommen.
Soweit die institutionelle Betrachtungsweise. Sie ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist das Agieren des DSV-Vorstands. Ich selbst war nicht dabei, aber ich habe natürlich die Berichterstattung meiner Kolleginnen und Kollegen darüber in den Medien verfolgt. Und teilweise habe ich an den internen Diskussionen im Stadtteil beteiligt. Als Schluss muss ich sagen: Der ehemalige Bremer FDP-Wirtschaftssenator, Rechtsanwalt und heutige DSV-Vorsitzende Claus Jäger spielt seit Monaten ein ganz schäbiges Spiel. Er versucht, die Beteiligten gegeneinander auszuspielen: Bremen gegen Bremerhaven, Beirat gegen Senat, Wirtschaftsförderung Bremen gegen Bremerhavener Gesellschaft für Investition und Stadtentwicklung. Dass Claus Jäger dies gelungen ist, liegt auf der Hand.
Es zeigt aber auch, dass die jetzige DSV-Führung völlig inkompetent ist, ihren Schatz „Schulschiff Deutschland“ zu vermarkten. Moderne Buchungsmöglichkeiten auf der Webseite? Fehlanzeige! Und wer sich an den Verein wendet, so berichten Menschen, erlebe zweierlei: Entweder ist niemand zu erreichen oder man muss sich dafür entschuldigen, dass man etwas möchte. Vorsicht, Kunde droht mit Auftrag. Wenn also das Schiff in Bremerhaven liegt, hat es endlich einmal die Möglichkeit, in eine funktionierende Vermarktungsstruktur eingebunden sein. Denn gleich neben dem potenziellen neuen Liegeplatz im Neuen Hafen liegen Schiffe wie der Dampfeisbrecher „Wal“ vis-a-vis. Vegesack jedoch bleibt immer eine Insellösung für das „Schulschiff Deutschland“. Und noch eines spricht für ein Verholen nach Bremerhaven: Dort, auf der Tecklenborg-Werft, wurde es 1927 gebaut.

 

Pastoren und Pastorinnen  des Gemeindeverbundes Aumund-Vegesack (Jennifer Kauther, Ulrike Bänsch,  Jan Lammert, Volker Keller): Schaden für Vegesack, 12.3.

Sehr geehrte Damen und Herren des Schulschiff-Vereins,

mit großer Sorge beobachten wir die Diskussion, die um die mögliche Verlegung des derzeitigen Liegeplatzes des Schulschiffs geführt wird – anlässlich des Baus eines neungeschossigen Hochhauses im Rahmen der Neugestaltung des Gebiets des bisherigen Hafen Höövts.

Wir können die Sorge des Schulschiff-Vereins um die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit des Schulschiffs am jetzigen Standort nachvollziehen – schließlich soll das Schulschiff weiter ein touristischer Anziehungspunkt sein. Als Gemeindeverbund können und wollen wir uns aber weder in die politische Entscheidungsfindung noch das Hin- und Her der Argumente aus städteplanerischer und architektonischer Sichtweise einmischen – dazu fehlt uns die fachliche Expertise.

Wir möchten uns aber als Gemeindeverbund, der sich dem Stadtteil Aumund-Vegesack sehr verbunden und den Menschen hier verpflichtet fühlt und der das Schulschiff in der vergangenen Zeit auch regelmäßig für Gottesdienste genutzt hat, mit der herzlichen Bitte an Sie wenden, die Verlegung des Schulschiffs nach Bremerhaven noch einmal zu überdenken.

Aus unserer Sicht würde eine Verlegung des Schiffes der Attraktivität und Identität des Stadtteils Vegesack großen Schaden zufügen. Anders als manche andere Projekte entlang der maritimen Meile, die sich leider nicht durchsetzen konnten, erfreut sich das Schulschiff großer Beliebtheit – ob bei Trauungen, als Hotel oder auch Veranstaltungsort, u.a. beim Festival Maritim. Es ist eine der touristischen Attraktionen, die wirklich als Anziehungspunkt für unser schönes Bremen-Nord heraussticht. Nicht nur auf Ansichtskarten, bei den Schifffahrten von Bremen nach Bremerhaven und in Stadtführern ist es neben dem Utkiek so etwas wie ein Wahrzeichen für Vegesack.

Wenn Sie – aus wie verständlichen Gründen auch immer – nun das Schiff verlegen, wird der Stadtteil weiter geschwächt. Letztlich trifft das (wieder) die Vegesackerinnen und Vegesacker.

In diesem Sinne bitten wir Sie – um der Menschen, die hier gerne (!) leben willen – das Schulschiff an seinem bisherigen Standort zu lassen! Wir würden uns sehr freuen, wenn  Sie eine Entscheidung für unseren liebenswerten Stadtteil treffen!