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Friedrich Schulz zur Wiesch: Wer war GRAF VON STAUFFENBERG, der Hitler-Attentäter?, 13.2.

Eine neue Stauffenberg-Biografie beantwortet diese Frage. Das jüngste Buch des Historikers Thomas Karlauf schildert das Leben des Offiziers Claus
Schenk Graf von Stauffenberg. Sein Versuch, Adolf Hitler am 20. Juli 1944 zu töten, scheiterte. Von Stauffenberg wurde noch am selben Tag zum Tode verurteilt und am folgenden Tag hingerichtet. Diese Besprechung befasst sich nur mit der Frage, was man durch das Buch über die Rolle des Christentums im Leben Stauffenbergs (geb. 1907) erfährt. Die Stauffenbergs, deren Familienchronik drei Bischöfe verzeichnet, waren überwiegend
katholisch, nur Stauffenbergs Mutter war bekennende Protestantin. Für seine religiöse Sozialisation war neben seinen Eltern sein älterer Bruder
Berthold bedeutsam. Als Erwachsener bekannte Stauffenberg sich gern zu seinem katholischen Glauben. Er glaubte, dass der Mensch in einer von gottgegebenen Ordnung lebt und wirkt. Stauffenberg und seine protestantische Frau Nina (geb. von Lerchenfeld) haben ihre 5 Kinder katholisch erzogen. Während des Krieges bewegte ihn die Frage, was man aus religiöser Sicht zum Tod so vieler junger Männer an den Fronten sagen solle. Die Tötung eines Tyrannen hielt er nicht für eine Verletzung der Gebote Gottes.

Stauffenberg – Porträt eines Attentäters, München 2019, 366 S., 24,-

Die Friedensinitiative NORDBREMER BÜRGER GEGEN DEN KRIEG wurde 2001 nach Beginn des Afghanistrankrieges gegründet – sie demonstriert immer noch jeden Freitag um 17 Uhr vor Leffers für Frieden und Gerechtigkeit – unter strikter Einhaltung der Corona-Regeln.Wahrscheinlich ist die Vegesacker Demo die älteste der Welt.

Gerd-Rolf Rosenberger: 947. FRIEDENSKUNDGEBUNG in Vegssack

Heute hatten wir unsere 9 4 7. Friedenskundgebung zum Thema „Kuba und ihre solare Elektrifizierung“; am Sonntag das Gedenken „Zerschlagung der Bremer Räterepublik am 4. Februar 1919“ durch die politische Reaktion. Wir würdigen die mutigen Arbeiter, die nicht nur in Berlin, sondern auch in Bremen den 8 Stunden Arbeitstag erkämpften, das Frauenwahlrecht verteidigten und soziale Rechte für die einfachen Menschen ausbauen halfen. Dabei denken wir an den Maurer Albert Krohn aus Blumenthal, der an der Novemberrevolution 1918 aktiv teilnahm, bei den Märzaufständen 1919 verhaftet wurde und zu insgesamt 3 0 Monaten Festungshaft und Zuchthaus verurteilt wurde. Bei diesen Veranstaltungen für den Frieden und das Gedenken waren Menschen wie Raymund Gaebelein, Holger Bühling, Gerd Meyer und Willi Gerns dabei. Alle 4 Freunde sind innerhalb von 6 Monaten für uns zu plötzlich verstorben; Willi Gerns würdigen wir am Samstag mit einer großen Traueranzeige im Weser Kurier. Für die FriedensaktivistInnen und Antifaschisten unersetzliche Verluste, die schmerzen. Alle 4 Freunde waren fest in der Friedensbewegung verankert und unterstützten die geplante Stolpersteinverlegung und Wegebenennung für die „Wehrkraftzersetzerin“ LUISE RÖHRS, für die wir in der Fußgängerzone Vegesack schon 1 1 1 Unterschriften gesammelt haben.“